Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaates Bayern seit 1. Juni 2018, Paragraph 28: „Im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes ist als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns gut sichtbar ein Kreuz anzubringen.“
Anordnung von Markus Söder, Ministerpräsident des Freistaates Bayern.

Wie äußern sich Kleriker zu der neuen Geschäftsordnung, der verfügt, dass in jedem bayerischen Dienstgebäude als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns gut sichtbar ein Kreuz anzubringen ist?
Reinhard Marx, seines Zeichens Kardinal der römisch-katholischen Kirche und Erzbischof von München und Freising findet, dass „Spaltung, Unruhe und Gegeneinander“ durch dieses Symbol des Glaubens entstehen. Wie bitte? Das christliche Symbol verursacht Spaltung???
Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, seines Zeichens Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands findet, dass ein Kreuz „inhaltlich mit Leben gefüllt“ werden soll. Sehr schön geredet ohne etwas zu sagen!
Quelle:ekd.de/heinrich-bedford-strohm-kreuz-mit-leben-fuellen-34516.htm


Wie halten es nun diese Kleriker selber mit dem Symbol ihrer christlichen Religion.

Im Oktober 2016 waren die beiden obersten Kleriker der beiden grossen christlichen Kirchen der BRD als Amtsträger (nicht als Privatpersonen !) unterwegs. Sie waren durch Lutherrock und Kardinalsrobe als Geistliche der christlichen Kirchen deutlich erkennbar.
Auf dem Bild stehen Heinrich Bedford-Strohm, Scheich Omar Awadallah Kiswani und Reinhard Marx vor dem Felsendom. Die beiden obersten Repräsentanten der deutschen Amtskirchen haben das Symbol ihrer christlichen Religion abgenommen.

Bildquelle:spiegel.de/politik/deutschland/christentum-und-islam-die-unterwerfung-kolumne-a-1120073.html

„Das Pektorale ist nicht als äußeres Schmuckzeichen zu verstehen, sondern weist auf die Zugehörigkeit zu Christus hin. Damit ist es Ausdruck des Bekenntnisses und Vertrauens des Würdenträgers in die aus dem Kreuz erwachsende Kraft.“
Quelle:kathweb.de/lexikon-kirche-religion/p/pektorale.html


Die beiden obersten Repräsentanten der deutschen Amtskirchen haben mit der Abnahme der Pektorale ihre Zugehörigkeit zu Christus verleugnet und entschuldigen es mit „Respekt vor den Gastgebern“. Es reichte, dass die – nicht näher bezeichneten – Gastgeber es wollten, da war es gar nicht nötig, dass der Hahn kräht. (Matthäus 26,34)


Ob zu der Verleugnung des Glaubens auch noch eine verlogene Erklärung kommt ist ungewiß. Gegen die Aussage, dass die Gastgeber es wollten, gibt es die offizielle Aufforderung von Arye Sharuz Shalicar (2016 Presseoffizier bei den Israelischen Verteidigungsstreitkräften und israelischer Militärsprecher) an Heinrich Bedford-Strohm auf Facebook:

Die Aussage „die deutschen Bischöfe seien an der Klagemauer angewiesen worden, ihre Amtskreuze abzunehmen“ wird zurückgewiesen.
Bedford-Strohm soll öffentlich machen, welcher Sicherheitsdienst von jüdischer Seite bei dem Besuch der Klagemauer in Jerusalem gefordert haben soll, ‘aufgrund der angespannten Lage in Jerusalem’ die Glaubenssymbole nicht offen zu tragen, um angeblich ‘eine Provokation zu vermeiden’.
Es sei schon fraglich genug, warum Bedford-Strohm vor den radikal-arabisch-muslimischen Gastgebern auf dem Felsendom eingeknickt sei. Diese hätten ihre Symbole an einer heiligen christlichen Glaubensstätte sicherlich nicht abgelegt.

Dazu äußerte sich Carsten Splitt, Pressesprecher der EKD, am 3. November 2016, ebenfalls auf Facebook:

Ihn mache „die polemisch geführte Debatte ratlos, da die Situation an den Heiligtümern von tiefem gegenseitigem Respekt geprägt war“. Die ökumenische Delegation habe bei ihrem Besuch des Felsendoms und der Al-Aksa-Moschee darauf verzichtet, das Bischofskreuz zu zeigen. Gleiches habe sie bei dem Besuch der Klagemauer getan.
Aha. Sie haben also verzichtet. Freiwillig oder was?
Der Sprecher weist zudem darauf hin, dass keiner der beiden Vorsitzenden „jemals geäußert hat, dass es eine Aufforderung von israelischen Sicherheitskräften an die beiden Vorsitzenden gegeben habe, ihre Glaubenssymbole nicht offen zu tragen oder abzulegen“.
Also hat Arye Sharuz Shalicar insofern die Wahrheit gesagt, dass es von jüdischer Seite keine Aufforderung gab, dass die deutschen Kleriker ihr Kreuz ablegen sollten.
Die Aufforderung, die Kreuze abzunehmen, erfolgte laut dem evangelischen Kirchensprecher kurz vor dem Betreten des Felsendoms sowie am Ort der Begegnung mit den jüdischen Gastgebern durch dortige Vertreter der jeweiligen Religionsgemeinschaft.
Wie jetzt? Doch eine Aufforderung? Wenn es die Juden nicht waren und die Christen doch hoffentlich auch nicht, ja welche Gemeinschaft bleibt denn da?
Quelle:israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2016/11/09/israel-haben-bischoefe-nicht-um-abnahme-der-kreuze-gebeten/

Wären sie inkognito und in Zivil unterwegs, hätte ja keiner dieses Vorgehen kritisiert, so aber ist es eine ehrlose Geste. Richtig wäre gewesen, nach der Aufforderung zum Ablegen des Kreuzes sofort zu gehen und die Namen derjenigen öffentlich zu machen, die das forderten.

Wie Jan Fleischhauer in seiner Spiegel-Kolumne schreibt:
Wie soll man es anders nennen als eine Verleugnung des Glaubens, wenn zwei wichtige Repräsentanten des Christentums bei einer Pilgerreise aus Rücksicht auf die Reizbarkeit muslimischer Glaubensvertreter ihr Kreuz ablegen? Es sind in der Geschichte des Christentums eine Menge Leute gestorben, weil sie genau das abgelehnt haben. Man kann das unvernünftig oder verbohrt finden, in den Kirchen werden sie heute als Heilige und Märtyrer verehrt. So ist das nun einmal mit dem Glauben: Den Gläubigen imponiert Standfestigkeit, nicht die Kapitulation vor fremden Mächten.

Quelle:spiegel.de/politik/deutschland/christentum-und-islam-die-unterwerfung-kolumne-a-1120073.html

War es nur typische vorauseilende deutsche Demut?


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