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Kaum in Manhattan an Land gegangen, verlor Greta keine Zeit und forderte Donald Trump auf, «einfach der Wissenschaft zuzuhören, [weil] er das offensichtlich nicht tut».

Wissenschaft – Science – oder möglicherweise Science-Fiction. Auf den ersten Blick hat Greta etwas an sich, was auf entnervende Weise an John Wyndhams Roman «Kuckuckskinder» erinnert. Die Zöpfe. Der ernste, starre Blick. Doch dann erfährt man, dass sie mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte – unter anderem mit hochfunktionalem Autismus und einer Zwangsstörung. Darum fällt es einem schwer, sie zu kritisieren.

«Ich will, dass ihr in Panik geratet», sagte sie im Januar in Davos. «Ich will, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre.» Das ist nicht die Stimme der Wissenschaft. Es ist die Stimme der Anführerin einer Endzeit- und Erlösungsbewegung.

Der Historiker Niall Ferguson sieht generell die politischen Anliegen von Thunberg kritisch und fasst seine Ansichten hierzu folgendermaßen zusammen: „‚Ich will, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre.‘ Das ist nicht die Stimme der Wissenschaft. Es ist die Stimme der Anführerin einer Endzeit- und Erlösungsbewegung.“

Fördermittel für erneuerbare Energie kosten etwas. Die Reduktion von CO2-Emissionen kostet etwas. Diese Kosten in Form von Wachstumsverzicht könnten die Kosten der Klimaschäden übersteigen, wenn wir auf eine Weise übertrieben, wie das beispielsweise Alexandria Ocasio-Cortez’ Green New Deal tun würde.
Entscheidend ist, wie Lomborg sagt, dass jedes Jahr bei weitem mehr Menschen aufgrund von Armut sterben als infolge der globalen Erwärmung. Ein CO2-Emissionsziel ist nicht das optimale Ziel, wenn dadurch Millionen in Armut gefangen bleiben, ganz zu schweigen von Unwissen und schlechter Gesundheit.

Quelle:nzz.ch/feuilleton/niall-ferguson-wo-greta-thunberg-falsch-liegt-ld.1505790