Aus dem Programm „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“ vom 3. Juli 2017, Seite 63
„Eine Situation wie im Jahre 2015 soll und darf sich nicht wiederholen, da alle Beteiligten aus dieser Situation gelernt haben. Wir wollen, dass die Zahl der Flüchtlinge, die zu uns kommen, dauerhaft niedrig bleibt. Das macht es möglich, dass wir unseren humanitären Verpflichtungen durch Resettlement und Relocation nachkommen.
Quelle:cdu.de/system/tdf/media/dokumente/170703regierungsprogramm2017.pdf?file=1

Warum werden im Programm der CDU/CSU ausländische Begriffe verwendet?
Damit der deutsche Michel es nicht versteht?
Anmerkung: Sebastian Franck hatte 1541 ein Sprichwörterbuch herausgegebenen, in dem der deutsche Michel als Dummkopf, Tölpel und Fantasten bezeichnet wurde.
Benutzte die CDU/CSU also Begriffe die sich so kompetent anhören, dass sie der deutsche Michel nicht hinterfragt?
Bei dem Wahlergebnis vom 24. September 2017 bei dem 76,2% der Wahlberechtigten zu 32,9% die CDU wählten erscheint das zumindest wahrscheinlich.

Und nach der Wahl bestätigen am 9. Oktober Angela Dorothea Merkel und Horst Lorenz Seehofer das Regelwerk zur Migration (Einwanderung).
„Wir wollen erreichen, dass die Gesamtzahl der Aufnahmen aus humanitären Gründen (Flüchtlinge und Asylbewerber, subsidiär Geschützte, Familiennachzug, Relocation und Resettlement, abzüglich Rückführungen und freiwillige Ausreisen künftiger Flüchtlinge) die Zahl von 200.000 Menschen im Jahr nicht übersteigt.“
Quelle:cdu.de/artikel/regelwerk-zur-migration

Relocation heißt, dass Asylsuchende aus EU-Mitgliedsstaaten mit besonders stark beanspruchten Asylsystemen (Griechenland und Italien) in andere Mitgliedsstaaten (=Deutschland) umverteilt und durchlaufen dort das Asylverfahren.
Das aktuelle Verfahren beruht auf den EU-Beschlüssen 2015/1523 vom 14.09.2015 und 2015/1601 vom 22.09.2015.

Resettlement ermöglicht die dauerhafte Aufnahme von Flüchtlingen (in Deutschland). Der sogenannte Resettlementbedarf wird vom UNHCR festgestellt. Die Resettlementflüchtlinge erhalten einen Aufenthaltstitel nach §23 Abs. 4 Aufenthaltsgesetz und müssen kein Asylverfahren durchlaufen.
Rechtsgrundlage für das Resettlementverfahren ist § 23 Absatz 4 AufenthG.

Anmerkung: In Deutschland gibt es zusätzlich das sog. humanitäre Aufnahmeverfahren.
Rechtsgrundlage für humanitäre Aufnahmeverfahren ist § 23 Absatz 2, Absatz 3 i.V.m. § 24 AufenthG.

Anmerkung: UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees = Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) ist ein persönliches Amt der Vereinten Nationen (UN). Ihm untersteht das Hochkommissariat (engl. Office of the United Nations High Commissioner for Refugees, auch The UN Refugee Agency). Seit 2016 angeführt durch den Italiener Filippo Grandi. Der Vorgänger war der Portugiese António Manuel de Oliveira Guterres.

Nachtrag 9.10.2018:
Die UN haben die Staaten aufgerufen, mehr Geld für die Versorgung von Flüchtlingen bereitzustellen. Das UNHCR benötige in diesem Jahr mehr als acht Milliarden US-Dollar für die Flüchtlingshilfe.
Quelle:tagesschau.de/ausland/unhcr-fluechtlinge-109.html

Nachtrag 30.10.2018:
Die slowenische Nachrichtenseite „Nova24TV„ berichtet von Hinweisen aus der kroatischen Polizei, die Migranten beobachtet haben, welche mit Prepaid-Kreditkarten Geld abhoben. Diese Karten sollen die Logos der EU und der UNHCR tragen.

Dazu am 5.11.2018 von mimikama.at
Die UNHCR, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen wurde 1951 gegründet. Im Rahmen ihrer Hilfsmaßnahmen veröffentlichte die UNHCR am Beispiel Griechenlands eine Studie, welche sich mit dem Geldbedarf von Migranten auseinandersetzt…
Anmerkung: Der Bedarf wird mit dem sog. Mindestausgabenkorb (MEB = Minimum Expenditure Basket) errechnet. Folgende Bargeldhöhe pro Monat findet sich auf Seite 28:

Bildquelle:Seite 28 auf ecbproject.org/system/files/content/resource/files/main/5b2cfa1f7.pdf

MasterCard und UNHCR führten seit Juni 2016 zum World Refugee Day ein gemeinsames Projekt in Griechenland durch: Sie verteilten Prepaid-Karten für ausgewählte Migranten, um eine bessere Integration zu ermöglichen. Zum Beispiel bekammen 2018 bis jetzt 45.000 Migranten in Griechenland diese Prepaid-Karte…
In diversen Blogs wird nun auch geschrieben, dass im Libanon und Jordanien 2.2 Millionen Migranten ebenfalls solche Karten haben.
Bei den Karten für die 2.2 Millionen Flüchtlinge im Libanon und Jordanien handelt es sich um ein weiteres Projekt von Mastercard in Zusammenarbeit mit dem World Food Programm. Diese sind ebenfalls Prepaid-Karten und nicht außerhalb der genannten Länder gültig…
Auch in Botswana in Südafrika existiert dieses Projekt seit 2012.

Quelle:mimikama.at/allgemein/kreditkarten-fuer-migranten/

Anmerkung:Mimikama ist eine private Initiative, die über Internetmissbrauch aufklärt. Sie wurde 2011 durch Thomas Wannenmacher gegründet und firmiert als Non-Profit-Organisation im österreichischen Vereinsregister.


Besucher: 49