Wir sind in Europa vor Jahrtausenden. Aus dieser Zeit kennen wir religiöse und kultische Zeichen, deren Bedeutung wir heute mehr erahnen als wissen.
Bekannt ist, dass die Druiden als kultische und geistige Elite der keltischen Gesellschaft, ihr Wissen mündlich und in Form von Symbolen überlieferten.
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem Triquetra-Symbol, das sehr alt ist und von dem wir nicht wissen, wie unsere Ahnen es nannten.
Dies ist einer von mehreren Beiträge, die unter dem Titel „tri-ket-ra“ im Netz waren, nun jedoch nicht mehr verfügbar sind. Da die Seite interessant war, werden hier Kopien online gestellt, sofern es möglich ist.


TRIQUETRA (gesprochen tri-ket-ra) bedeutet Knoten der Dreisamkeit. Dieser Name kommt aus dem Lateinischen. Das Symbol jedoch kommt aus der Vorzeit.

Wie dieses Symbol in früheren Zeiten genannt wurde ist nicht überliefert. Das Zeichen ist sehr alt und es gab im Laufe der Jahrtausende abweichende Ausführungen. Ebenso alt ist die Besonderheit der Zahl 3.

So ist beispielsweise die Drei eine der heiligen Zahlen der Druiden, unter anderem bei ihnen gab es Lebensgrundsätze, Erkenntnis- und Merksätze in Dreierform, die Keltentriaden.

Über die Kräfte dieses Symbols ist nicht viel bekannt, aber Überlieferungen besagen, dass die Triquetra u. a. als Schutzzeichen verwendet worden ist.
Der äußere Kreis steht für Schutz und Zusammenhalt.
Der innere Kreis steht für Stärke und Einheit der Drei.
Die Drei können nicht getrennt werden, es gibt sie nie einzeln.

Und: Die Triquetra gilt als Zeichen für die Verwirklichung von Träumen.

Diese Zeichen- und Zahl-Symbolik existiert in vielen Kulturen. Und so verliert sich auch bei der Triquetra ihr Ursprung im Dunkel der Zeit.

Da es Ähnlichkeiten mit den verschlungenen Symbolen der Kelten hat, vermuten viele eine keltisch-germanische Herkunft.
Das skandinavische Symbol hat Ähnlichkeit mit dem Knoten Odins.

Eine umgekehrte Version des Triquetra, die auf Carvings (Holzschnitzereien) gefunden wurde, datiert ungefähr in das Jahr 3.000 v.Chr., ist also rund 5.000 Jahre alt.

Der obere Kreis ist der goldene Kreis der Sonne. Der rechte Kreis ist der silberne Kreis des Mondes. Der linke Kreis ist der erzene Kreis des Saturn
Die Domänen des gegenseitigen Einwirkens:
Der Mars beherrscht den Sonne-Saturn-Bereich. Der Jupiter beherrscht den Sonne-Mond-Bereich. Die Venus beherrscht den Mond-Saturn-Bereich.

Die drei Kreise bilden im Zentrum die „türlose Öffnung“, das dimensionslose Tor ohne Länge, Breite und Höhe. Eingeweihte kennen die Torhüter/Torwächter als die Bewahrer geheimen Wissens.
Das ist der Eingang ohne Abmessungen zu einem Raumzeitkontinuum auf einer anderen Ebene und daher bislang selbst mit modernsten Messmethoden nicht zu erforschen.
Vergleichbar dem Licht, dessen Obergrenze in unserem (!) Raumzeitkontinuum bei rund 300.000 Kilometer pro Sekunde liegt.

Die Welt jenseits bzw. außerhalb der Schwingungen des Materiekosmos ist mit heutigen Mittel wissenschaftlich nicht zu erfassen. So wie auch viele andere Dinge wie Gefühle und Ahnungen.

Sehr schön beschrieben in Goethe´s Faust, 2. Teil, 1. Akt. Mephistopheles, im kaiserlichen Thronsaal:
„Was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern. Was ihr nicht faßt, das fehlt euch ganz und gar. Was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht. Was ihr nicht münzt, das, meint ihr, gelte nicht!“

Das Symbol findet sich auch in Variationen auf den Funbo Runensteinen. Diese sind allerdings jüngeren Datums, ca. 11 Jahrhundert.
Sehr viele dieser Runensteine stehen in Uppsala und dem Umland, der Provinz Uppland in Schweden.
Unter anderem abgebildet bei Wikipedia unter Stichwort „Runen“.

Das Bild zeigt den Runenstein im Universitätspark Uppsala.
Kamerastandort:59° 51′ 27.70″ N, 17° 37′ 53.02″ E

Leicht verändert, aber erkennbar das Dreiersymbol der Triquetra. Auch wenn hier die Öffnung im Zentrum optisch nicht dargestellt wurde.

Das Symbol findet sich auch auf dem Einband des Buches der Lehrlinge, dem ersten Teil der Kleinen Werklehre der Freimaurerei.

In diesem Zusammenhang lohnt es sich, die Worte des Verfassers G. Imhof aus dem Vorwort der ersten Auflage aus dem Jahre 1955 zu wiederholen: „Symbole sind nicht Schaustücke, die man sammelt und in Museen ausstellt. Symbole sind Wegweiser, an denen man sich nicht zu dauernder Ruhe niedersetzt, denn sie weisen auf ein ganz bestimmtes Fernziel hin.“

Um das Jahr 1130 (Kurz nach der Rückkehr der ersten Templer) erschien der Kunst- und Baustil der Gotik.
Er folgte dem Stil der Romanik und wurde von der Renaissance abgelöst.
Als erster gotischer Bau gilt die ehemalige Abteikirche von Saint-Denis in Paris.

Um den Ursprung des Ausdruckes „Gotik“ ranken sich viele Geschichten, aber letztlich ist er nicht geklärt.
Sie war bei der Entstehung schon voll ausgereift und es ist ebenso erstaunlich, dass die erforderlichen Handwerker, Baumeister und -leute zeitgleich auftauchten.

Bild oben: Das Dreiblatt, auch Dreipass gehörte zu den häufigsten Ornamenten der Gotik und wurde vor allem im Maßwerk, bei der Gestaltung von Fenstern, genutzt.

Bild unten: Fenstermaßwerk der Gotik (Bauweise) Gemeinfrei da aus Meiers-Konversationslexikon von 1889


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